Was ist Legasthenie?

Die Legasthenie ist anlagenbedingt, d. h. die Ursache ist im Genbereich zu suchen. Neueste Forschungen bestätigen, dass durch zwei Chromosomen, 15 und 6, diese Erbinformation weitergetragen wird.

 

Legasthene Menschen sind zumeist sehr intelligent, hoch begabt und können Leistungen erbringen, an die andere nur schwer herankommen können.

 

Lediglich im Umgang mit Buchstaben werden sie zeitweise unaufmerksam und beginnen deshalb beim Schreiben und/oder Lesen Wahrnehmungsfehler zu machen. Verursacht wird dies durch differenziert ausgebildete Sinneswahrnehmungen, welche auf die biogenetischen Voraussetzungen des Legasthenikers zurückzuführen sind.

Diese Veranlagung, die bereits bei der Geburt mitgebracht wird, beschert dem legasthenen Menschen, durch den auch heute noch sehr bescheidenen Wissensstand der Gesellschaft, zumeist schwere Probleme in der Schulzeit.

 

Primärlegasthenie

Hat ein Kind nun eine zeitweise Unaufmerksamkeit beim Lesen oder Schreiben - es kann auch nur ein Gebiet betroffen sein - differente Funktionen und eine entsprechende Fehlersymptomatik aufzuweisen, so kann man von einer Primärlegasthenie sprechen, wenn es sonst nicht auffällig geworden ist.

 

Sekundärlegasthenie

Wird die Primärlegasthenie durch verschiedene Ereignisse verstärkt, die sich im Kind, um das Kind oder in der Schule ereignen, so spricht man von einer Sekundärlegasthenie.

Die Ursachen für eine Sekundärlegasthenie können sehr vielfältig sein. Durch psychische Ursachen, wegen ständiger Überforderung oder Frustration, durch psychische Ursachen, Schwerhörigkeit, Sehschwäche, Körperbehinderung, Sprachauffälligkeiten, durch familiäre Ursachen, Scheidung, wenig Förderung usw., aber auch durch nicht adäquate Unterrichtsmethoden, Lerndefizite und natürlich auch durch Minderbegabung kann es zu einer Sekundärlegasthenie kommen.

Werden Facetten aus der gesamten Palette von psychischen und physischen Erscheinungsformen zusätzlich zur Primärlegasthenie beobachtet, so ist zum Training durch einen Legasthenietrainer unbedingt der Psychologe oder Mediziner hinzuzuziehen.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Wissensdschungel